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Nein zu Höver Nord

Das sollten Sie wissen … !

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Bürgerinitiative,

 

am 27. September 2026 findet die Stichwahl für das Amt des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin der Stadt Sehnde statt. Der Kurs der neuen Führungskraft im Sehnder Rathaus hat möglicherweise auch Auswirkungen auf die Realisierung des Gewerbegebietes „Höver-Nord“.

 

Das sind die Fakten:

Aktuelle Gewerbefläche Höver: ca. 60 Hektar

Geplante zusätzliche Gewerbefläche Höver-Nord: mindestens 31 Hektar

Aktueller Anteil Hövers an der Sehnder Gewerbefläche (201 ha): ca. 30%

Künftiger Anteil an der Sehnder Gewerbefläche: ca. 40%

Hövers Anteil an der Gewerbesteuer für Sehnde: ca. 30%

 

Die Stadt Sehnde plant in Höver eine 50%ige Vergrößerung des Gewerbegebietes. Die Fläche des neuen Gewerbegebietes hat die Größe von 70 (!) Fußballfeldern!

 

Die Folgen wären:

  • Mindestens 310.000 qm bester Ackerboden werden vernichtet
  • Zerstörung des Lebensraumes für Pflanzen und Tiere

 

Mögliche Folgen einer so großen Flächenversiegelung:

  • Temperaturerhöhung
  • Absinken des Grundwasserspiegels
  • Überflutungen bei Starkregen
  • Zunahme des Verkehrs
  • Mehr Lärm und Feinstaub

 

Laut einem Artikel in der HAZ vom 6.9.2023 ist die Region Hannover stark vom Klimawandel betroffen. Sie ist laut einer Statistik die trockenste Landschaft Niedersachsens.

 

In einem Interview in der HAZ (24.7.2023) äußert sich der Regions-Umweltdezernent Jens Palandt wie folgt: „In unserer Anpassungsstrategie beim Thema Wasser ist die Herausforderung einerseits, mit zu viel Wasser nach Starkregenereignisse und Hochwasser umzugehen. Andererseits müssen wir Wasser speichern, um es in Dürreperioden nutzen zu können. Hier spielt das Konzept der Schwammstadt eine große Rolle. Wichtige Maßnahmen sind dabei, Flächen zu entsiegeln, Bäume zu pflanzen und Rück-haltebecken und Zisternen einzurichten“.

 

Das sagen die Parteien:

SPD: Vorbehalte ernst nehmen

Generell spricht sich die SPD für eine bessere Ausnutzung vorhandener Gewerbegebiete, sowie die weitere Ausweisung neuer Areale aus, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Die Fläche Höver-Nord sei aufgrund der verkehrsgünstigen Lage in Betracht zu ziehen, teilt die Partei mit. „Gleichzeitig bestehen in der örtlichen Bevölkerung Vorbehalte, die es ernst zu nehmen gilt“, heißt es aus den Reihen der Sozialdemokraten. Daher spricht sich die SPD zunächst für eine Machbarkeitsstudie aus. „Dabei soll eine Entwicklungsperspektive unter Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet werden“, sagt die Partei.

CDU: Vorhandene Gewerbeflächen besser nutzen

Ob und wie Sehnde das Gewerbegebiet Höver-Nord braucht, müsse in einer ergebnisoffenen Machbarkeitsstudie untersucht werden, heißt es auch von der CDU. „Wir lehnen großflächige Versiegelung ab und setzen auf maßvolle Entwicklung im Einklang mit Natur, Bevölkerung und gewachsenen Strukturen.“ Teilflächen für neue Technologien seien dabei denkbar, die Verkehrsanbindung müsse stimmen. „Vorhandene Gewerbeflächen wollen wir besser nutzen“, teilen die Christdemokraten mit. Bei den Themen Bedarf, Umwelt und Verkehr müsse sorgfältig abgewogen werden.

 

Das sagen die Kandidatin und der Kandidat:

Bei der Frage, ob Sehnde das Gewerbegebiet Höver-Nord benötige, verwiesen beide Kandidierenden auf die Machbarkeitsstudie. „Eine Bürgerbeteiligung ist da sehr wichtig“, sagte Busche.

Auch wenn die Region Hannover das vorgesehene Gebiet als „Filetstück für Interessenten“ bezeichne, müsse man die Sehnder Interessen im Blick haben und eine Bedarfsanalyse berücksichtigen, sagte Schinze-Gerber.

Quelle HAZ 03.09.2026

 

 

Daniela Busche (parteilos, unterstützt von der SPD)

„Ich setze mich für die gezielte Ausweisung neuer Gewerbegebiete an Achsen ein, die unsere Wohngebiete entlasten und gleichzeitig eine optimale Anbindung an das Fernstraßennetz bieten.“

„Wir brauchen einen Fokus auf nachhaltige Gewerbeparks, die durch moderne Konzepte (z. B. Photovol-taik-Pflicht, Gründächer) ökologisch und ökonomisch punkten.“

Quelle: Homepage Daniela Busche

 

 

„Meiner Meinung nach geht kein Weg an der Entwicklung und Vermarktung von Gewerbegebieten vorbei. Höver ist derzeit der nachgefragteste Bereich, nicht nur durch ortseigene Unternehmer, sondern auch von Investoren und Unternehmern von außen.“

Quelle: Sehnde-News vom 9.9.2026

 

 

„Tiere und Pflanzen gewöhnen sich an veränderte Lebensbedingungen. Der Lebensraum verschiebt sich nur.“ „Ich habe, wenn ich Gewerbetreibende ansiedle, extreme Gewerbesteuereinnahmen.“ „Man kann auch eine Lärmschutzmauer bauen und Fassaden begrünen. Dort können sich Insekten ansiedeln.“

Quelle: Busch(e)funk #007 „Das „JEIN“ zu Höver-Nord“

 

Dr. Marco Schinze-Gerber (CDU)

„Ich setze mich daher für eine verantwortungsvolle Ausweisung neuer Gewerbeflächen ein: Maßvoll, im Einklang mit gewachsenen Strukturen und im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Umwelt.“

„Sehnde liegt in einer vielfältigen Landschaft zwischen Wald, Feld und Wasser. Diese Natur ist Lebensraum, Erholungsort und Verantwortung zugleich. Ich setze mich für eine Stadtentwicklung ein, die Umwelt- und Klimaschutz mit gesundem Wachstum verbindet.“

„Dazu gehören gepflegte Grünflächen, nachhaltige Energieprojekte, saubere Gewässer und der Schutz unserer heimischen Artenvielfalt. Nur wer Natur bewahrt, erhält Lebensqualität – für heute und morgen.“

Quelle: Homepage Marco Schinze-Gerber

 

„Sehnde benötigt eine gezielte Gewerbeentwicklung mit guten Arbeitsplatzen, verlässlichen Gewerbesteuereinnahmen und möglichst hoher Wertschöpfung auf möglichst wenig Fläche. Dafür möchte ich zuerst vorhandene und bereits planungsrechtlich gesicherte Flächen nutzen, bestehende Unternehmen bei Erweiterungen unterstützen und neue Flächen nur dann entwickeln, wenn dafür ein konkreter Bedarf besteht."

Quelle: Sehnde-News vom 10.9.2026

 

„Für mich gilt: Keine ideologische Totalverweigerung, aber auch keine Zustimmung zu Höver-Nord, so wie es geplant wurde. Und ganz sicher keine Phantasien über Fußballplätze oder Nahversorger als politische Lockmittel.“

Quelle: instagramm drschinzegerbercdu Diskussion Höver Nord 27.05.26

 

„Für mich ist klar:
Wir brauchen keine Entwicklung um jeden Preis. Eine Versiegelung von 31 von 38 Hektar halte ich für falsch. Natur, Landwirtschaft und Lebensqualität dürfen nicht einfach nachrangig behandelt werden.“

Quelle: instagramm drschinzegerbercdu Diskussion Höver Nord 27.05.26

 

 

 

Freundliche Grüße

Stefan Grote & Michael Meyrich

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